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Ergänzende Leistungen

Bildung und Teilhabe 

 

Leistungen

Das Bildungs- und Teilhabepaket soll durch gezielte Sach- und Dienstleistungen Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen unterstützen. Die Unterstützung bezieht sich auf Chancengleichheit im Alltagsleben sowie die Möglichkeit auf Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.

 Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst folgende Leistungsarten:

  • Schul- und KiTaausflüge und mehrtägige Klassenfahrten
  • Schulbedarf
  • Schülerbeförderung
  • Lernförderung
  • Mittagessen
  • Soziale und kulturelle Teilhabe

 

 Leistung

In welcher Höhe?

Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten

• Übernahme tatsächlicher Kosten (ohne Taschengeld)

• Übernahme der Kosten für mehrtägige Klassenfahrten

• Übernahme der tatsächlichen Kosten für Ausflüge mehrfach im Jahr möglich

Schulbedarf

• 100 € je Schuljahr

• 70 € zum 1. August eines Jahres

• 30 € zum 1. Februar eines Jahres

Schülerbeförderung

• Übernahme der tatsächlichen Aufwendungen ab 11. Schuljahr/ Berufsschule in Höhe des Eigenanteils von 100 € pro Schuljahr, wenn die Fahrkarte nicht privat genutzt werden (ansonsten nur 40 €)

Lernförderung

• Übernahme der tatsächlichen angemessenen Kosten

Mittagsverpflegung

• Übernahme der entstehenden Mehrkosten abzüglich Eigenanteil von 1 € pro warmer Mahlzeit (ohne Getränke)

• Voraussetzung: gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in Schule oder Kindertageseinrichtung

Soziale und kulturelle Teilhabe

• bis zu 10 € pro Monat

 

Übersicht der Leistungen für Bildung- und Teilhabe

 

Voraussetzungen

Anspruchsberechtigt sind Kinder und Jugendliche, die

  • ALG II, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Asylbewerberleistungen beziehen,
  • das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und
  • keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Ausnahme: Leistungen für soziale und kulturelle Teilhabe werden ausschließlich bis zum 18. Lebensjahr gewährt.

 

Umsetzung

Für die Bezuschussung und Förderung der Leistungen ist grundsätzlich eine Antragstellung notwendig (außer bei Schulbedarf für ALG II- und Sozialhilfebeziehern).

 Nach Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen bzw. Bescheidung des Antrages auf Leistungen für Bildung und Teilhabe erhält der Antragsteller einen Bescheid. Wurde der Antrag bewilligt, erhält der Leistungserbringer eine Kostenübernahmeerklärung. Die Kostenübernahmeerklärung ist dem Leistungserbringer zuzuleiten.

Die Kostenübernahme ist insofern an einen Bewilligungsbescheid für

  • ALG II-Leistungen,
  • Sozialhilfe,
  • Wohngeld,
  • Kinderzuschlag oder
  • Asylbewerberleistungen geknüpft.

 

Im Falle der Kostenübernahme für beispielsweise

 - Ausflüge in der Kindertageseinrichtung …
werden die anfallenden Kosten auf das Konto des Trägers der Kindertageseinrichtung,

- eintägige Ausflüge oder mehrtägige Klassenfahrten …
werden die anfallenden Kosten auf das Verwahrkonto des Salzlandkreises (Träger der Schule = Salzlandkreis) oder das Konto der Schule überwiesen,

- Lernförderung …
werden die Kosten auf das Konto der Einrichtung der Lernförderung,

- Jahresbeiträge in Sportvereinen …
werden die Mitgliedsbeiträge in Anlehnung an den vorliegenden Bewilligungsbescheid in zwei Raten auf das Konto des Vereins überwiesen.

- Im Rahmen der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung erstellt der Essensanbieter eine Rechnung über den Eigenanteil in Höhe von 1 EUR pro Mahlzeit an die Eltern und eine Rechnung über die anfallenden Mehraufwendungen an das Jobcenter. Die anfallenden Mehraufwendungen werden direkt an den Essensanbieter überwiesen.

 

Das Jobcenter Salzlandkreis rechnet direkt mit dem Leistungserbringer (z. B. Essensanbieter, Verein, Institut Lernförderung) ab.

 

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