Neue Perspektiven entdecken, Kontakte knüpfen und den ersten Schritt in Richtung berufliche Zukunft wagen – genau darum ging es bei der Ausbildungskampagne Migration, die am 28. Mai 2026 in Aschersleben Station machte. Die Veranstaltung war die dritte von insgesamt sechs Terminen in Sachsen-Anhalt und richtete sich gezielt an junge Menschen mit Migrationsgeschichte.
Das Ziel der Kampagne: Mut machen, Orientierung geben und Wege in eine qualifizierte Ausbildung aufzeigen. Dass das Konzept funktioniert, zeigen die Zahlen: Bereits 2025 konnten so rund 600 junge Menschen erreicht werden. In Aschersleben nahmen insgesamt 37 Jugendliche gemeinsam mit ihren Begleitpersonen die Veranstaltung wahr.
Bereits bei der Begrüßung machte Thomas Holz, Betriebsleiter des Jobcenters, deutlich: „Eine gute Ausbildung ist die Garantie für dauerhafte Beschäftigung und gute Bezahlung“. Gleichzeitig hob er hervor, wie wichtig persönliche Begegnungen und Netzwerke für den Einstieg ins Berufsleben sind: „Den Weg in den Beruf findet man durch gute Kontakte.“ Und genau diese Möglichkeit bot die Veranstaltung – mit Gesprächen, Beratung und direktem Austausch.
Durch das Programm führte Stefanie Glomm, Referentin des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt. Sie nannte gleich zu Beginn drei überzeugende Gründe für eine Ausbildung in Deutschland und insbesondere in Sachsen-Anhalt: zahlreiche freie Ausbildungsplätze, sehr gute Übernahmechancen nach erfolgreichem Abschluss und die wachsende Vielfalt in den Unternehmen.
Anschließend informierte Sabine Will, Projektleiterin bei der KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt, anschaulich zum deutschen Ausbildungssystem, zu Karrierewegen, Verdienstmöglichkeiten und Unterstützungsangeboten.
Stefanie Glomm und auch Sabine Will ermutigten die Jugendlichen. Beide betonten: „Sie alle werden gebraucht.“
Einen authentischen Einblick, wie der Weg in eine Ausbildung aussehen kann, bot das persönliche Interview mit der 19-jährigen Polina Taran aus der Ukraine. Vor vier Jahren kam sie nach Deutschland, im August beginnt sie ihre Lehre im Büromanagement. Offen schilderte sie ihren Weg, sprach über Unsicherheiten, Herausforderungen und die Unterstützung, die sie in Deutschland erhalten hat. Ihre Botschaft an die Jugendlichen im Saal war eindeutig und motivierend: „Bewerben, auch wenn man nicht sicher ist, ob es was wird“ und „weitermachen, auch bei negativen Antworten“.
Neben Vortrag und Erfahrungsbericht standen zahlreiche Beratungsangebote im Mittelpunkt der Veranstaltung. An verschiedenen Stationen konnten sich die Besucher individuell informieren und direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von der Weiterbildungsagentur, der KAUSA-Landesstelle Sachsen-Anhalt, der IHK, der Landesinitiative Fachkraft im Fokus sowie der Handwerkskammer Magdeburg. Auch Mitarbeitende des Jobcenters und der Agentur für Arbeit standen vor Ort für Fragen und Gespräche bereit.
Zum Abschluss erhielten alle Jugendlichen ein, von der Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne, unterzeichnetes Dankeszertifikat - als sichtbares Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

